Törnbericht "Kroatien ab Krk" vom 29.7. - 5.8.2023

Törnbericht "Kroatien ab Krk" vom 29.7. - 5.8.2023

Bericht von Samantha Ellis

Drei Boote gechartert und gutes Wetter bestellt haben sich die Flottillen-Teilnehmer auf den Weg nach Kroatien gemacht. Zwei Teilnehmer sind geflogen, der Rest hat Fahrgemeinschaften gebildet. Abends gegen 18 Uhr waren endlich alle an ihr Ziel in Punat, auf der Insel Krk, angekommen. Nach der Inspektion der Schiffe, die alle sehr neu und super ausgestattet waren, haben sich die Crews in einem Restaurant eingefunden, um die Vorfreude auf eine tolle Zeit zu feiern.

Die Aufstellung der Crews war sehr gemischt. Zwei Boote waren Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, ein Boot war ein Frauenboot. Und auch in Kroatien sind reine Frauenboote gerne gesehen und sorgen schnell für einen lustigen Plausch.

Gleich in der ersten Nacht wurden wir von einem zum Glück nicht so heftigen Gewitter begrüßt.

Sonntag, 30.07.

Am ersten Tag sind wir nach der Besprechung der Skipper und einer ausgiebigen Dusche gleich Richtung Koromacna-Bucht aufgebrochen. Diese Bucht liegt bei Cres. Dort konnten wir im Mondschein die ersten Runden schwimmend im Meer verbringen.

Montag, 31.07.

Von dort aus haben wir das Bojenfeld in Sveti Nicola angesteuert. Beim schönsten Segelwetter und Delphinsichtungen hat jeder den Wind genossen, der um die Nase wehte. Die Crews hielten während der Fahrt regelmäßigen Kontakt, so konnte man sich gegenseitig mitteilen, ob noch Platz oder Bojen frei waren. Dies erwies sich als großen Vorteil, denn so musste man sich nach einer Ausweichmöglichkeit umschauen und konnte an einer schönen großen Boje festmachen. Für manche war es die erste Erfahrung mit einem Bojenfeld, andere sind schon alte Hasen und kennen die verschiedenen Festmach-Möglichkeiten.

Dienstag, 01.08.

Am nächsten Morgen gab es gleich ein wenig Zwiegespräch mit einem Anker, der sich dann aber mit Fachwissen und Raffinesse überreden lies, das zu tun, was von ihm verlangt wurde.

Der dritte Tag stand im Zeichen des Fotos. Hierfür hat sich die Insel Maun sehr gut angeboten. Erst eins, dann zwei und zu guter letzt das dritte Boot...ruck zuck lagen die Boote in einem Päckchen. Fotos wurden vom Wasser aus gemacht, denn praktischerweise hatte ein Teilnehmer ein SUP dabei, welches sich nicht nur als Urlaubsutensil eignete, sondern auch für tolle Fotos hilfreich war.

Abends haben sich dann alle in U.Slatina eingefunden. Dort kam ein weiteres Highlight zum Einsatz. Mit einem Dingi hat jede Crew einmal zum Festland übergesetzt und dort die leckere kroatische Küche genossen. Am Horizont durften wir in der Ferne ein Feuerwerk mit Blitzgewitter genießen. Noch ahnten wir nicht, welch eine Nacht auf uns zukam, denn Wind war gemeldet, aber es war keiner da. Mit zwei Stunden Verspätung kam er dann doch und hielt den Ein oder Anderen wachend an Deck. Die Anker haben zum Glück jedes Boot sicher in der Bucht gehalten.

Mittwoch, 02.08.

Verständlicherweise wurde am vierten Tag später als geplant abgelegt. Ein Morgenschwimmen trotz Schlafmangel musste einfach für die müden Knochen sein. Nach dem Prüfen des Wetterberichts musste die Entscheidung getroffen werden, ob unser Ziel sicher war, denn die nächste Nacht drohte ebenfalls wieder so stürmisch zu werden.

Wir fanden das Bojenfeld in der Bucht von Kolorat also sicher genug und steuerten es an. Als die Frauencrew das Feld erreichte, hat schon "Happy Welcome" versucht, sich mit einer Landleine sicher zu verschnüren. Die Idee war, dass wir uns wieder in Päckchen legen und mit Landleine und Anker festmachen. Die "Lara" hatte nach kurzer Beratung beschlossen, den Hafen in Rab anzufahren. Die Skipperinnen haben entschieden, dass es sicherer war, den Hafen anzusteuern. Zeitlich sollte es auch reichen, bis es völlig dunkel war. Gesagt und Getan, Motor an und innerhalb 2-3 Stunden konnte der Hafen erreicht werden. Die anderen beiden Boote haben sich nach kurzer Rücksprache angeschlossen und sind "Lara" gefolgt. Normalerweise war "Laura" immer als letztes am Ziel, diesmal war es anders herum und sie sauste den anderen vorneweg davon.
Es war schon dunkel, als sie den Hafen erreichten, der zum Glück noch Plätze frei hatte. Nach "Lara" kam "Happy Welcome" ins Ziel. "Elisa" hing weiter hinten und hatte fast einen Wellenbrecher übersehen. Mit Unterstzützung und vereinten Kräften kam dann auch das letzte Boot in den sicheren Hafen, bevor der Wind da war.

Donnerstag, 03.08.

In Rab konnten alle am nächsten Morgen ein gutes Frühstück genießen, sich etwas die Gegend anschauen und Souveniers ergattern. Erst war der Plan, einen Tag in Rap zu bleiben und dann am letzten Tag zurück nach Punat zu segeln. Hier haben aber zwei Crews mit ihren Mannschaften eine andere Entscheidung getroffen und segelten einen Tag früher zurück nach Punat. Die Devise lautete: lieber einen Tag früher zurück und im sicheren Hafen mit einem sicheren Platz, als bei drohenden Gewitter oder zu starken Wind zu segeln. Das Boot "Elisa" entschloss sich in Rab zu bleiben, während "Laura" und "Happy Welcome" die Heimreise antraten.

Freitag, 04.08.

Dann aber am letzten Tag kam auch noch das letzte Boot wohlbehalten in den Heimathafen an.

Noch tanken, dann die letzten Winde und Stunden genutzt, war auch diese Woche schneller um, als uns lieb war. Ursprünglich war ein Abschiedsessen im selben Restaurant geplant, in dem wir die bevorstehende Woche feierten, jedoch hat das Unwetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was gar nicht so schlimm war, denn die Crews haben das Beste draus gemacht, was sie tun konnten. Eine Flottillenfeier auf der "Happy Welcome". Nun war der Name Programm und es wurde ein Reste-Festival gefeiert. Jeder hatte aus den übrigen Leckereien noch eine Mahlzeit zubereitet und dem Buffet beigesteuert. Mit Bier, Wein, Whisky,

Musik und vielen guten Essen haben alle am Ende gemütlich beieinander gesessen und den ein oder anderen Abschied von dem Teilnehmern gefeiert, die schon abfahren mussten

Die Bootsübergabe lief bei allen Crews super, denn der Verleiher hatte nicht nur eine tolle Übergabe sondern auch eine kompetente Abnahme gemacht. Auch ohne die Werbung des Verleihers, dass er noch mehr Boote kaufen will, haben alle mindestens einmal den Gedanken geäußert, nochmal nach Punat und zu diesem Vercharterer zu kommen.

 

Veröffentlicht: 12. Februar 2024

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