BERICHTE

Berichte unserer Törns, Veranstaltungen und Regatten und Presseberichte.

Familiensegeln auf dem Ijsselmeer

Von Montag dem 3.8. bis Freitag dem 10.08.2012 veranstaltete die SRN ihr erstes Familiensegeln. Schauplatz war das Ijsselmeer. Auf vier Yachten waren die Teilnehmer wie folgt verteilt:

Adelheid Burger & Crew

Adelheid Burger & Crew

Adelheid Burger (Skipperin) mit Sohn und den Familien Schrempf und Bodenstein (3 Erwachsene und 5 männliche Jungsegler) segelte auf einer Bavaria 44.
Klaus Friedrich & Crew

Klaus Friedrich & Crew

Eine Hanse 38 war die segelnde Basis für Klaus Friedrich (Skipper) mit (Groß-) Familie (3 Erwachsene und 2 Jungseglerinnen). Auf dieser Yacht waren 3 Generationen unterwegs.
Martin Studinger & Crew

Martin Studinger & Crew

Ab Bord einer Bavaria 36 befanden sich Martin Studinger (Skipper) mit Familie plus Famillie Geiter und Rainer Dierschke (5 Erwachsenen und 3 sehr junge Segler).
Volker Geil & Crew

Volker Geil & Crew

...und mit einer Bavaria 32 nahmen Volker Geil (Skipper) und Familie Frank (3 Erwachsene und 2 Mädchen)an unserem Törn teil.

Jugendliche
Insgesamt 26 Segler, davon 12 Jugendliche unter 18 Jahren, erreichten am Sonntag gegen 16.00 Uhr den Hafen um auf den Booten einzuchecken. Abends lernten sich die Crews bei Pizza etc. im Restaurant Gondola näher kennen. Los ging es am nächsten Morgen mit einem nicht besonders familienfreundlichen 1. Segeltag. Holländisches Schietwetter und Böen bis 6 bft. sorgten für sportliches Segeln. Motorprobleme zwangen Volker umkehren und den Heimathafen noch mal ansteuern. Die restliche Flottille erreichte Stavoren Buitenhaven und übernachtete dort von Montag auf Dienstag.
Dienstag
Mit herrlichem Halbwind ging es am Dienstag nach Enkhuizen, wo auch die Bavaria 32 mit Volker und Familie Frank wieder zu uns stießen. Dort waren die Besichtigung der alten Hafenstadt und der Besuch des Zuiderzee-Museums die Highlights am Nachmittag. Nach Lelystad ging es am Mittwoch mit achterlichen Winden, wo der Nachbau eines Ostindienfahrers besichtigt wurde. Ein holländischer Führer schilderte sehr realistisch die damaligen Lebensbedingungen auf Schiffen. Zusätzlich stand der Besuch eines Outlet-Centers auf dem Programm, das dem Thema entsprechend anders sein mußte als bei unseren hardcore-Seglern.

Am Donnerstag ging es unter leichten Winden zurück nach Lemmer und am Freitag stand die Rückfahrt nach hause an. Alle Teilnehmer freuten sich über die schönen Segelerlebnisse, die insbesondere die Jugend sehr genossen hat. Vier junge Teilnehmer entschlossen sich spontan ihre Erlebnisse aufzuschreiben, damit alle daran teilhaben können. Vielen Dank an Sophie, Malte, Bastian und Jan für die tollen Berichte, die wir hier nachstehend sehr gerne veröffentlichen. 

Malte

Der Segeltörn in Holland hat viele neue Erfahrungen gebracht und vor allem Spaß gemacht. Ich habe viel Neues übers Segeln gelernt, denn statt einer 44-Fuß-Yacht war ich vorher nur das Jollensegeln gewöhnt. Außerdem habe ich natürlich auch noch viel vom schönen Ijsselmeer und den kleinen Städtchen dort gesehen. Nicht zuletzt haben wir uns auf dem Schiff und mit den anderen Besatzungen unserer kleinen Flotte sehr gut verstanden und viel Spaß miteinander gehabt, man lernte sich schnell kennen. Soweit ich jetzt weiß, wird so ein Törn auch für nächstes Jahr geplant, und da wäre ich auf jeden Fall wieder dabei.

Bastian

Am ersten Tag sind wir mit viel Wind und hohem Wellengang aus dem Hafen von Lemmer ausgelaufen. Erst waren wir mit Motorkraft unterwegs, doch nach den Tonnen haben wir die Segel gehisst. Die Schräglage war gewöhnungsbedürftig, ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass die Schräglage dazugehört. Wir lagen mit dem Schiff auch mal sehr schief, unter Deck war das sehr lustig. Das Schwanken hat mich anfangs genervt, doch später fand ich es beruhigend. Im Laufe der Woche hat sich das Wetter gebessert. Bis wir dann wieder zurück im Heimathafen waren, waren wir auch noch in Lelystad einkaufen und haben die Batavia besichtigt.

Jan

Am ersten Tag hatten wir nicht so gutes Wetter, aber viel Wind zum Segeln. Unser Schiff hatte wegen des starken Windes starke Schräglage. Hohe Wellen hatten wir auch. Wir segelten ein paar Stunden bis wir in Stavoren waren, wo wir dann auch über Nacht blieben. Das Schlafen auf dem Schiff im Schlafsack war sehr gemütlich. Am nächsten Morgen segelten wir wieder weiter. Das Wetter war besser als am Vortag. Nach ein paar Stunden legten wir im Hafen von Enkhuizen an. Enkhuizen hat mir sehr gut gefallen. Am dritten Tag ging es dann weiter nach Lelystad. Lelystad liegt am Markermeer. Wir mussten deshalb mit unserem Boot vom Ijsselmeer durch eine Schleuse fahren. Am letzten Tag ging es wieder zurück zu unserm Heimathafen Lemmer. Da an diesem Tag wenig Wind war, sind wir mit Motor gefahren und ich habe viel gesteuert.

Sophie

Ich habe mir vorgestellt, dass wir auf einem riesigen Schiff sind und dass es da nur ganz normale Betten gibt. Ich habe gedacht, dass wir fast nichts helfen können, dabei durften wir sehr viel helfen. Wir durften sogar ab und zu ans Ruder. Es war auch toll, andere segelinteressierte Leute kennen zu lernen. Wir haben auch andere nette Kinder getroffen. Es hat sehr viel Spaß gemacht zu segeln, viel besser als in meiner Vorstellung. Unser Boot war fein aber klein. Die Betten waren zwar nicht sehr groß aber dafür sehr gemütlich. Wir hatten sogar eine Küche. Beim Segeln hatten wir manchmal gutes und manchmal schlechtes Wetter. Am ersten Tag war kein so schönes Wetter, als wir von Lemmer aus los gesegelt sind. Es hat geregnet und geregnet, bis wir so gebibbert haben, dass wir umkehren wollten. Mit dem Motor hat auch etwas nicht gestimmt, und wir sind umgekehrt. Wir haben dann eine warme Suppe gegessen und Tee getrunken, und uns war wieder warm. Am zweiten Tag sind wir dann einfach quer rüber zu den anderen nach Enkhuizen gefahren. Es war schönes Wetter und wir konnten gut segeln. Wir kamen als letzte an, weil wir eine längere Strecke als die anderen hatten, aber das hat uns nichts ausgemacht. Am dritten Tag sind wir von Enkuizen nach Lelystad gefahren. Es war schönes Wetter, ab und zu war sogar fast Flaute. Vor dem Segeln sind wir noch in das Zuiderzeemuseum gegangen und haben tolle alte Häuser und Schiffe gesehen. Beim Segeln durften Clara und ich auch einmal ans Steuer. In Lelystad sind wir bald schlafen gegangen. Am vierten Tage haben wir Gruppenfotos gemacht. Danach haben wir gemütlich gefrühstückt. Anschließend sind wir auf die Batavia gegangen und haben uns das Schiff angeguckt. Im Schiff haben wir viele Schwalbennester gesehen. Eine erwachsene Schwalbe habe ich auch angefasst. Wir sind danach los gesegelt und haben den letzten Tag genossen. Am Anfang war es leider ziemlich windstill, so dass wir nicht so richtig Fahrt aufnehmen konnten. Ich bin ans Steuer gegangen und bald kam richtig Wind in die Segel. Wir sind mit 6,6 Knoten dahin gerast, so dass Mama wach geworden ist. Nach einiger Zeit sind wir dann auch in Lemmer angekommen - und 'huch', waren die tollen Segeltage auch schon vorbei.

Bericht: Rainer Dierschke, Sophie, Malte, Bastian und Jan

Ijsselmeer, Niederlande, Familiensegeln, Flottille

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Ein Bericht ist kein Hexenwerk - Bei einem Törn oder einem anderen Ereignis ist üblicherweise immer nur ein Teil der SRN-Mitglieder dabei. Was im Einzelnen aber so los war interessiert auch die, die nicht dabei waren. Das zu vermitteln ist der Zweck unserer Berichte. Es geht also nicht nur um das "wo  und wie das Wetter war und so weiter", sondern auch um die kleinen zwischenmenschlichen Besonderheiten und die Gags etc., die das Ganze zu einem besonderen Erlebnis machten.

Schreibt also einfach auf was so los war und macht euch nicht zu viele keine Gedanken um den Stil und solche Sachen. Der Bericht muss auch keine schriftstellerisch ausgefeilte Meisterleistung sein sondern soll einfach ein Stimmungsbild vermitteln. Wenn nötig, gibt es ja noch die Redaktion, die bei Bedarf etwas glättet.